Einen musikalischen Höhepunkt bot der Kinderchor der Pfarrei St. Georg mit der Aufführung des Musicals "Tuishi Pamoja". Die Akteure hatten sich sechs Monate auf ihre Auftritte vorbereitet.
Die sechsmonatige intensive Projektarbeit des Kinderchors stand unter der Gesamtleitung von Organistin, Kirchenmusikerin und Kinderchorleiterin Katrin Kirchgeßner und unter theaterpädagogischer Unterstützung von Monique Janosch. Zwei Mal wurde das Kindermusical "Tuishi Pamoja" ("Wir wollen zusammenleben") von Sandra Engelhardt und Martin Maria Schulte am Samstag- und Sonntagnachmittag im Pfarrsaal aufgeführt.
Instrumental-musikalisch begleitet von Lukas Bender am E-Piano, Katharina Beuchert auf der Querflöte, Lisa Kreis auf der Klarinette, Christof Mackert am Synthesizer, Emmanuel auf den Congas und Johannes Kirchgeßner am Drum-Set führten die 30 hoch motivierten und begeisterten Mitwirkenden des Kinderchores für die insgesamt rund 300 Besucher dieses Kindermusical auf.Es ist ein sehr schönes Kindermusical mit einer Geschichte zum Thema Vorurteile, Freundschaft und Toleranz, aufgeführt auf unterhaltsame, witzige Weise mit wunderbaren Songs und afrikanisch-grooviger Musik sowie ganz tollen Sprechrollen für die sieben Hauptdarstellerinnen, umrahmt von einem farbenprächtigen und stimmungsvollen Bühnenbild.
Wie die begeisterten Besucher mitverfolgen konnten, handelte die Geschichte dieses Kindermusical von der kleinen Giraffe Raffi und dem Zebramädchen Zea, die gerne miteinander spielen würden, es aber von ihren Eltern verboten bekommen. Durch eine Löwenherde werden die Tier-Kinder von ihren Familien getrennt und müssen alleine die Nacht in der Savanne verbringen.
Zunächst besinnen sie sich auf die Worte der Eltern und wollen nichts miteinander zu tun haben. Aber die drei pfiffigen Erdmännchen Moja, Mbili und Tatu bringen sie schließlich zur Vernunft und schaffen es am Ende sogar, dass sich Zebras und Giraffen miteinander anfreunden. So werden Zebras und Giraffen, nachdem sie zuvor seit Jahren nebeneinander gelebt haben, ohne miteinander zu reden, am Ende Freunde und hauchen dem swahi-li´schen Titel des Stücks Tusih Pamoja (übersetzt: "Wir wollen Freunde sein") Leben ein.Musik und Texte sind in diesem Kindermusical auf einmalige Weise stets eng miteinander verwoben. Die Botschaft ist, dass es sich auch in einer scheinbar auswegslosen Situation lohnt, sich mit anderen zusammen zu tun und zu kämpfen, denn gemeinsam ist man stark, Andersartigkeit zu akzeptieren und zu tolerieren, Verschiedenartigkeit nicht als Bedrohung, sondern als Bereicherung und Chance zu sehen sowie die Überzeugung, dass man nur gemeinsam neue Wege beschreiten und Herausforderungen bewältigen kann.
Diese Kernaussagen machen dieses Kindermusical sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen so aktuell und gesellschaftlich relevant. Die bewusst einfach gehaltenen, humorvollen Texte von Autorin Sandra Engelhardt gehen eine gelungene Verbindung mit den abwechslungsreichen, mal melodischen, dann wieder rhythmisch-folkloristischen Melodien Martin Schultes ein.
Nach der Vorstellung am Samstag dankte Stadtpfarrer Pater Josef Bregula allen mitwirkenden Kindern sowie allen Verantwortlichen und Helfern für den hervorragenden und spielspielhaften Einsatz und die beiden großartigen Darbietungen. am Samstag und Sonntag. Riesiger ApplausAls der letzte Ton des Musicals verklungen war und riesiger Applaus auf die Akteure niederprasselte, strahlten alle mitwirkenden Kinder der Kinderchores im Alter von vier bis elf Jahren mit ihren Leiterinnen Katrin Kirchgeßner und Monique Jonasch um die Wette: Das wochen- und monatelange Proben hatte sich wahrlich gelohnt. Nicht nur die Texte und Melodien waren perfekt einstudiert und saßen bei beiden Vorstellungen bis auf´s "i-Tüpfelchen", auch waren alle Mitwirkenden durch viel Ausdauer und mit großer Begeisterung zu jungen Schauspielern und Tänzern geworden und hatten sich so die Anerkennung der Zuschauern vollauf verdient. Der Schlussapplaus an beiden Aufführungstagen dokumentierte eindrucksvoll, wie gut die Leistungen aller Mitwirkenden beim Publikum ankamen. ds
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